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Tennis

Was ist Tennis?

Tennis ist ein Rückschlagspiel, bei dem der Spielball von den Spielern mit speziellen Schlägern wechselseitig über ein Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte geschlagen wird.

Ein Tennisschläger besteht aus einem mit einem Band umwickelten Griff, dem Schaft und dem Kopf, in den die aus Saiten bestehende Schlagfläche eingespannt ist.

Der Ball ist eigentlich ident zu einem Padel Tennis Ball, nur mit dem Unterschied, dass er mehr Luftdruck enthält und somit härter ist.

Das Tennis-Spielfeld ist rechteckig und wird durch das Netz in zwei Hälften geteilt. Die Maße des Spielfeldes sind 23,77 m lang und für das Einzelspiel 8,23 m breit, für das Doppelspiel 10,97 m breit.

Tennis Mitgliedschaft

Erwachsenen Mitgliedschaft Normal

€ 100,-

jährlich
Erwachsenen Mitgliedschaft Nebenzeit (08:00-14:00 Uhr)

€ 90,-

jährlich
Gäste

€ 10,-

Stunde
Familien Mitgliedschaft

€ 220,-

jährlich
Kinder Mitgliedschaft (6-12 Jahre)

€ 40,-

jährlich
Jugendliche Mitgliedschaft
(12-18 Jahre)

€ 60,-

jährlich

Tennis Regeln

Allgemein

 Im Tennis gibt es das Einzel, das Doppel und das Mixed. Beim Einzel spielt auf jeder Seite ein Spieler, beim Doppel und Mixed spielen auf jeder Seite des vom Netz geteilten Tennisplatzes zwei Spieler. Diese sind außer bei den Kindern und im Mixed immer gleichen Geschlechts. 

 

 Ziel des Spiels Tennis ist rein regeltechnisch das Gewinnen. Beim Tennis gewinnt man, wenn man mehr Sätze als der Gegner gewinnt. Dazu reichen grundsätzlich zwei Sätze aus. Daher spielt man maximal drei Sätze. 

Punkte

 Um einen Satz zu gewinnen, muss man Punkte gewinnen. Einen Punkt macht man immer dann, wenn der Gegner den Ball nicht im gültigen Spielfeld platzieren kann. Man versucht daher den Ball so im gültigen Spielfeld des Gegners zu platzieren, dass dieser in nicht mehr gültig zurückspielen kann. Dafür ist die erste Bodenberührung des Balles maßgeblich. Im Einzel ist der gültige Bereich für die erste Bodenberührung des Balles hell hervorgehoben: 

Beim Doppel oder Mixed kommen zur gültigen Spielfläche jeweils noch die Doppelfelder hinzu: 

Ein Spieler kann den Ball (außer beim Rückschlag des Aufschlags) auch vor dieser ersten Bodenberührung (direkt aus der Luft = Volley) oder spätestens nach der ersten Bodenberührung zurückspielen. Beim Rollstuhltennis sind maximal zwei Bodenberührungen vor dem Schlag gestattet. Berührt der Ball nach der gültigen ersten Bodenberührung den Zaun oder eine andere feste Einrichtung, gilt das als zweite Berührung und Punkt. Ein Rückschlag danach ist nicht mehr gültig. 

Aufschlag

Jedes Spiel um einen Punkt wird mit dem Aufschlag eröffnet. Wer beginnt entscheidet vor der Partie das Los. Ein Spieler schlägt nun auf, der Gegenspieler schlägt zurück (returniert). Dabei erfolgt der Aufschlag hinter der Grundlinie aus immer in das vordere, diagonal gelegene Feld (Aufschlagfeld). Man beginnt dabei immer von der rechten Seite: 

Je nach Einzel oder Doppel/ Mixed definiert sich der erlaubte Ausführungsraum hinter der Grundlinie (farblich abgesetzt) des Aufschlagenden. Der Aufschlagende darf erst ab dem Treffpunkt des Balles das Spielfeld betreten. Kann er den Ball nicht im gültigen Aufschlagfeld platzieren (die Begrenzungslinien rechnen übrigens immer zu dem jeweils gültigen Feld), hat er noch einen zweiten Versuch, den so genannten zweiten Aufschlag. Schafft er es abermals nicht, erhält der Gegner einen Punkt. Das nennt man dann Doppelfehler. Berührt der Aufschlag die Netzkante und landet dennoch im gültigen Aufschlagfeld, wird der Aufschlag wiederholt – ansonsten Fehler. Landet der Aufschlag im gültigen Feld wird nun auf das ganze Spielfeld der Punkt ausgespielt. Danach schlägt man spiegelverkehrt von der linken Seite in das diagonal gegenüberliegende andere Aufschlagfeld auf usw. 

Spiel

Für den Spielablauf und das Zählen (Details zur Zählweise im Tennis) gibt es nun genaue Abläufe. Je nachdem wird unterschiedlich gezählt und es gelten unterschiedliche Spielflächen als gültig. 

 

Man muss wie eingangs erwähnt einen Satz gewinnen. Dazu muss man normal 6 Aufschlagspiele (eigene oder die des Gegners) gewinnen. Dazu muss man bei einem Aufschlagspiel als erster 4 Punkte machen bevor der Gegner auch 3 Punkte macht. Dann gewinnt der das Aufschlagspiel, der zwei Punkte Vorsprung schafft. 

Zählweisen im Tennis

Anfangs kommt einem die Zählweise im Tennis komisch und ungewöhnlich vor. Denn neben dem Satzstand gibt es auch einen Spielstand jedes Aufschlagspiels, der in 0, 15, 30 und 40 gezählt wird. Das mag vielleicht anfangs verwirren und unverständlich erscheinen, doch eigentlich ist die Zählweise im Tennis ganz einfach. 

 

Zählweise im Match 

Um ein Match, also eine Partie oder Begegnung, zu gewinnen, muss man grundsätzlich zwei Sätze (so genannte Gewinnsätze) gewinnen. Daher gibt es maximal drei Sätze, da dann eine Spielerin oder ein Spieler eben zwei Sätze und damit das Tennismatch gewonnen hat. Bei den größten vier Turnieren eines Jahres (die Grand-Slam-Turniere in Australian-Open, French-Open, Wimbledon und US-Open) und im Davis-Cup spielen die Herren (bei den Damen heißt der Wettbewerb Fed-Cup), bis ein Spieler drei Sätze gewonnen (die “Gewinnsätze”) hat. Dann sind maximal fünf Sätze möglich (“Best of Five”). Das klingt nicht nur extrem anstrengend, es wird dann oftmals über fünf Stunden lang auf höchstem physischem Niveau gespielt. Dieses Leistungsvermögen haben allerdings auch nur die allerfittesten Spieler auf der Tour. Bei Verbandsspielen wird überwiegend aus Zeitgründen kein dritter Satz mehr zur Entscheidung bei Satzausgleich gespielt, sondern ein verlängerter Tiebreak bis 10 Punkte (der sogenannte Match-Tiebreak, dazu gleich mehr). 

 

Zählweise im Satz 

Einen Satz gewinnt man, wenn man als erster sechs (eigene oder fremde) Aufschlagspiele (Spiele) für sich entscheiden konnte. Man schlägt abwechselnd auf und jedes gewonnene (dazu gleich) Aufschlagspiel wird als +1 gezählt. Wer also sechs Aufschlagspiele (eigene oder die des Gegners) gewonnen hat, hat im Satz 6 (Aufschlagspiele gewonnen) und dadurch den Satz gewonnen, es beginnt der nächste Satz bei 0 für beide Spieler. Zum kompletten Spielstand gehören natürlich auch die gewonnen Aufschlagspiele des Gegners. Hat dieser beispielsweise 3 gewonnen, geht der erste Satz 6 zu 3 oder 6:3 aus. Wichtig ist nun, dass dies nur solange gilt, wie der Gegner weniger als fünf Aufschlagspiele gewonnen hat. 6:4 geht also, bei 6:5 ist der Satz aber noch nicht zu Ende, man benötigt nun 7 gewonnene Aufschlagspiele zum Satzgewinn. Dies ist so, um bei ganz engen Sätzen fairere Ergebnisse zu erhalten. Gewinnt man nun das siebte Aufschlagspiel, gewinnt man den Satz 7:5. Die 5 gewonnen Aufschlagspiele des Gegners sind damit “nichts mehr wert”, was dazu führt, dass bei so knappen Spielständen viel auf dem Spiel steht. Macht dagegen der Gegner aber ebenfalls sein sechstes Aufschlagspiel, steht es dann 6:6. Dann spielt man bis auf ganz wenige Ausnahmen einen sogenannten Tiebreak, der quasi als spezielles 13. Aufschlagspiel über den Satzgewinn entscheidet. Zum Tiebreak gleich mehr. Denn würde man so lange spielen, bis ein Spieler 2 Aufschlagspiele Vorsprung für den Satzgewinn benötigt, könnte das mitunter sehr lange dauern. Diese Variante gibt es daher nur noch ganz selten, wie etwa in Wimbledon im entscheidenden fünften Satz. Dieser kann dann schon mal 15:13 ausgehen und 2 Stunden dauern. 

 

Zählweise im Aufschlagspiel (auch Spiel genannt) 

Die Spieler schlagen abwechselnd auf. Wer zu anfangs beginnt entscheidet das Los. Ein Aufschlagspiel hat man gewonnen, wenn man als erster vier Punkte erreichen konnte – egal ob als Aufschläger oder Rückschläger). Erreicht der Gegner drei Punkte, bevor man seinen vierten Punkt schafft (also quasi drei zu drei), spielt man solange, bis einer der Spieler zwei Punkte mehr als der andere erreicht hat. Ein Aufschlagspiel gewinnt man beim Tennis also, indem man vier Punkte macht, bevor der Gegner drei schafft. Andernfalls muss man zwei Punkte mehr als der Gegner schaffen. Eigen ist nun die Zählweise im Aufschlagspiel. Denn zur leichteren Unterscheidbarkeit und aus historischen Gründen zählt man im Aufschlagspiel nicht 0, 1, 2, 3 usw. sondern 0, 15, 30, 40. Macht man selber drei Punkte und der Gegner zwei, steht es folglich 40 zu 30 oder 40:30. Dabei wird der Aufschlagende immer zuerst genannt. Schlägt bei obiger Punkteverteilung also der Gegner auf, stünde es nicht 40:30 sondern 30:40 (die Punktezahl des aufschlagenden Gegners wird ja zuerst genannt). Macht man selbst nun den vierten Punkt, hat man das Aufschlagspiel des Gegners gewonnen (das nennt sich dann Break, man “durchbricht” den Aufschlag des Gegners). Macht der Gegner seinerseits den dritten Punkt, steht es 40 zu 40, auch 40:40 oder “40 beide” oder “Einstand” genannt. Jetzt geht es um zwei Punkte mehr als der Gegner. Wer also den nächsten Punkt macht, hat dann den sogenannten “Vorteil”, da diesem nur ein weiterer Punkt zum Aufschlagspielgewinn reicht. Macht dagegen der andere den folgenden Punkt steht es wieder “Einstand” und das ganze (zwei Punkte mehr) beginnt wieder von Neuem. Wann oder wie man einen Punkt macht, steht bei den Tennisregeln. 

 

Zählweise im Tiebreak 

Wie oben erwähnt, wird grundsätzlich ein Tiebreak gespielt, wenn beide Spieler (oder Parteien im Doppel) jeweils 6 Aufschlagspiele gewonnen haben. Dies soll einen Satz zeitlich im Rahmen halten. Ein Tiebreak ist praktisch ein besonderes, entscheidendes 13. Aufschlagspiel am Ende eines Satzes, das als Art Mini-Satz gespielt wird. Dazu beginnt der Spieler mit dem Aufschlag, der bei einem fiktiven 13. Spiel an der Reihe wäre. Anschließend wechselt der Aufschlag und jeder Spieler schlägt immer zweimal auf, beginnend dann jeweils von der Vorteilsseite. Die Zählweise ist nun wieder ganz einfach: jeder Punkt zählt als 1, die Punkte werden addiert. Erreicht ein Spieler als Erstes 7 Punkte und der Gegner nicht mehr als 5, hat er den Tiebreak und damit den Satz gewonnen. Ansonsten wird so lange gespielt, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat. Dann kann ein Tiebreak auch einmal 13 zu 11 oder 13:11 ausgehen. Man kann sich auch als Tennis-Laie vorstellen, dass hier ganz wenige Punkte über einen Satzgewinn und damit die Mühen der letzten Stunde(n) entscheiden. Daher sind Tiebreaks oftmals vor allem psychisch äußerst anspruchsvolle Angelegenheiten und sehr spannend zu verfolgen. Allerdings wird bei manchen Grand-Slam-Turnieren im entscheidenden fünften Satz kein Tiebreak gespielt. Es geht dann solange weiter, bis ein Spieler zwei Aufschlagspiele Vorsprung hat. 2010 führt das in Wimbledon zum mit Anstand längsten Match der Tennis-Geschichte. Bei uns wird jeder dritte Satz im sogenannten Match-Tiebreak entschieden. Es wird nach den gleichen Regeln gespielt, jedoch bis einer 10 Punkte hat.